Eigenschaften von Bangkiraiholz

Bangkirai

Bangkirai

Wie Sie vielleicht schon unter "Woher kommt Bangkiraiholz?" gelesen haben, stammt Bangkirai aus dem südasiatischen Raum und ist in den Herkunftsländern das wichtigste Kontruktionsholz, da es auch unter den tropischen Wetterbedingungen Indonesiens oder der Wärme Indiens durch seine herausragenden Fähigkeiten zu beeindrucken weiß - auf diese verlassen sich die Menschen Südasiens seit Hunderten von Jahren.

Hierzulande wird Bangkirai aus den gleichen Gründen für andere Zwecke gebraucht: Insbesondere Gartenmöbel und Terrassendielen aus Bangkirai gewinnen immer mehr an Beliebtheit, als Konstruktionsholz wird es allerdings nicht verwendet - heimische Hölzer und Metall sind bewährt und verbreitet. Welche Eigenschaften zeichnen Bangkirai also besonders aus und rechtfertigen das Vertrauen der Leute in dieses Exotenholz?

  • Härte: Bangkirai ist ein sehr hartes Holz: Schrauben und Nägel müssen vorgebohrt werden, die Bearbeitung ist sehr aufwandsintensiv. Die Festigkeitswerte von Bangkirai liegen um etwa 50% höher als die von Eiche. Die große Härte schützt also vor mechanischen Schäden am Holz durch die tägliche Belastung.
  • Dichte: Die Dichte von ungetrocknetem Bangkiraiholz liegt bei etwa 1,3 g/cm3, nach der langwierigen Trocknung ist die Dichte des nun "darrtrockenen" Holzes auf 0,9g/cm3 gesunken. Die Dichte selbst lässt natürlich in erster Linie auf das Gewicht des Holzes schließen und ist keine unmittelbar positive Eigenschaft , soll hier aber auch genannt werden, da aus der Dichte Rückschlüsse auf die Qualität gezogen werden können.
  • Widerstandsfähigkeit/Resistenz: Neben der Härte wohl die wichtigste Fähigkeit von Bangkiraiholz ist die unglaubliche Widerstandsfähigkeit: Das Kernholz von Bangkiraibäumen zeichnet sich durch eine besondere Resistenz gegenüber Wettereinflüssen, Pilzen und Schädlingen aus. Eine Terrasse oder ein Gartenmöbel aus Bangkirai ist daher lange haltbar, ohne in seiner Festigkeit von den Umwelteinflüssen der Jahre beeinträchtigt zu werden - anders als die meisten heimischen Holzarten, die alle früher oder später Fäulnis und anderen Schäden zum Opfer fallen. Eine aufwändige Imprägnierung ist dabei nicht erforderlich, das Holz ist von Natur aus ein "harter Brocken". Sogar ätzenden Säuren und Laugen bietet Bangkiraiholz die Stirn!
  • Holzfarbe und -musterung: Bangkirai ist nicht nur ein nur schwer zu beschädigendes Holz, es ist auch in seinem Aussehen angenehm zu nutzen: Das anfangs gelblich-braune Holz dunkelt oft zu einem satten, ruhigen olivbraun nach - Holzgenuss für das Auge in Reinstform. Auffällige Farbunterschiede zwischen Kern- und Splintholz bestehen nicht, der Stamm erscheint farblich wie aus einem Guss. Gleiches gilt für die weitgehend homogene Musterung - Bangkirai ist sogar optisch ein Sinnbild von Ruhe und Beständigkeit. Einzige mögliche Ausnahme: Helle Streifen, die durch Harzkanäle im Stamm entstehen, können lebendigere Akzente setzen.

Sie sehen: Bangkirai vereint eine kräftige Farbe mit schwer zu findender Widerstandsfähigkeit und Härte. In den Ländern, aus denen es kommt, dient es als Bauholz, aus dem sogar ganze Brücken zusammengesetzt werden! An Häfen sieht man Kais aus Bangkirai, Fachwerk wird mit Bangkirai gebaut, säurefeste Behälter bestehen aus - Bangkirai. Was gibt es noch groß zu sagen? Auch wenn Bangkirai in der Anschaffung zunächst teurer ist als andere Hölzer, so ist es doch jeden Euro wert: Es hält jahrzehntelang, ohne Imprägnierung zu benötigen. Der Pflegeaufwand ist minimal (lesen Sie unter "Pflege von Bangkirai" weiter), der Nutzen maximal - Bangkirai wird nicht umsonst jedes Jahr beliebter!